Inhalt
Rona (Saoirse Ronan) ist auf einem Archipel vor der Nordküste Schottlands aufgewachsen. Ein Naturparadies voller Legenden, aber ohne hedonistisches Nachtleben. Im Übermaß kostet die Biologin diese Vergnügungen während ihres Studiums in London aus. Nach zehn Jahren steht sie als schwere Alkoholikerin vor einem Scherbenhaufen. Nur ein radikaler Schlussstrich kann die selbstzerstörerische Abwärtsspirale aufhalten. Dafür kehrt Rona in ihre Heimat zurück zu ihrer tiefgläubigen Mutter und ihrem Vater, der als Schafzüchter in einem Wohnwagen lebt. Hier schlüpft sie zunächst in eine beruhigend bekannte Identität und hilft dabei, Lämmer auf die Welt zu bringen. Doch ein Rückfall zieht sie in noch tiefere Einsamkeit.
Begründung der Jury
Ein Film in Zeitebenen, die durcheinanderwirbeln, erzählt vom Alkoholismus einer jungen Frau. Die Montage lässt den Zuschauer zum Teilnehmer ihres Bewusstseinsstroms werden. Selbstzerstörung und Selbstrettungsversuche wechseln lange wie völlig außer Kontrolle, bis der Film langsam einen auch zeitlich wieder eindeutiger orientierten Ausgang findet. Die Montage ist nicht nur immer wieder überraschend in den assoziierenden Details, sondern sie trägt auch entscheidend zur Deckung von Form und Inhalt dieses grandios erzählten Films bei.
Infos zum Film
Regie: Nora Fingscheidt
Drehbuch: Amy Liptrot, Nora Fingscheidt
Kamera: Yunus Roy Imer
Produzent*innen: Sarah Brocklehurst, Dominic Norris, Jack Lowden, Saoirse Ronan
Produktion: BBC Film, NBK Productions, Protagonist, Arcade, Brock Media
Koproduktion: MDR, Arte