2020 / Schnitt / Dokumentation

Janine Dauterich

Schnitt für "Beethovens Neunte: Symphonie für die Welt" (Dokumentation)

Inhalt
Bis heute ist Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 eines der beliebtesten Werke klassischer Musik weltweit. Während der chinesische Komponist Tan Dun seine Komposition „The Nine“ in Anlehnung an Beethovens Neunte entwickelt, mischen der griechische Dirigent Teodor Currentzis und sein russisches Orchester MusicAeterna die Salzburger Festspiele mit ihrer eigenwilligen Interpretation der Neunten auf. Im Kongo nähert sich das „Orchestre Symphonique Kimbanguiste“ unter erschwerten Bedingungen der Symphonie, und in Barcelona erfühlen Gehörlose zusammen mit dem tauben Musiker Paul Whittaker das Werk.

Begründung der Jury
Der Editorin Janine Dauterich gelingt es auf eindrucksvolle Weise, das Leben Beethovens und besonders seine 9. Symphonie in all seinen Facetten zu einem filmischen Gesamtwerk zu komponieren. Sie findet einen Rhythmus, der gekonnt Tempowechsel, Akzente und Pausen einsetzt, um das musikalische Kernthema spannungsreich entfalten zu lassen. Selbst Alltagsgeräusche spielen im Takt der Musik weiter. Besonders beeindruckend ist, wie der Schnitt die spätere Taubheit Beethovens in den Konzertszenen tonlich erfahrbar macht. Unterschiedliche Orte und Kulturen werden zu einer komplexen Komposition verflochten.

Infos zum Film
Buch & Regie: Christian Berger
Regie: Catharina Kleber, Martin Roddewig
Kamera: Sven Jakob-Engelmann
Produktion: Deutsche Welle, ZDF/arte, Sounding Images
Redaktion: Rolf Rische (DW), Boris Claudi (DW), Dieter Schneider (ZDF)